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Die nächste Runde hat begonnen
Oh je, die Monate sind mit Einzelgesprächen und Formularkrieg gefüllt. Es ist nicht so, dass die MitarbeiterInnen vom Zentrum für Adoptionen e.V. uns negativ gegenüber eingestellt sind. Nein, das Gefühl haben wir nicht. Trotzdem sind wir innerlich aufgeregt und nach den Gesprächen auch aufgewühlt. Es dreht sich oft um die Fragen: Warum ein Kind ? Warum ein russisches Kind ? Ok, entscheidende Fragen, die auch geklärt sein müssen, aber das sind auch Fragen, bei denen man das Gefühl hat , viel über sich selbst an fremde Leute preiszugeben. Die Gespräche selber geben uns immer wieder den Anstoß, mehr über dieses irre große Land zu erfahren. Vielleicht liegt es aber auch ganz einfach an der Landkarte, die uns gegenüber aufgehängt ist und unsere Gedanken hin und wieder davon reisen lässt.Inzwischen ist es Mai 2003 und Zentrum für Adoptionen hat sich zum Hausbesuch angesagt. Staubsauger, Staubwedel und Putz- eimer werden von uns etwas kräftiger in die Hand genommen, aber was soll's zu ein paar natürlichen Staubecken muss man einfach stehen :-). Dieser Hausbesuch ist aber auch eine nette Möglichkeit auf eigenem Terrain mit einem Mitarbeiter vom Zentrum für Adoptionen ein Gespräch zu führen. Juni 2003. Wir reisen mal wieder nach Baden-Baden, um eine dicke Mappe gefüllt mit viel Papier entgegenzunehmen. Der Bürokratiewahnsinn beginnt. Kornelia füllt 'zig Formulare aus, holt Bescheinigungen ein und erfreut einen Notar mit griffbereitem Füllfederhalter. D.h. sie bestätigt, dass der Arzt ihr Arzt ist, dass ihr Chef....usw. Der Notar bestätigt, dass Kornelia dies vor seinen Augen bestätigt. Damit aber nicht genug ! Die Unterschriften des Notars werden vom Landgericht per Apostille bestätigt. Alles klar ?! Also, immer schön den Geldbeutel dabei haben. Tja, so sammeln wir Tag für Tag diverse Unterschriften mit amtlichen Siegeln, bündeln, heften und schicken alles per Express zum Zentrum für Adoptionen, das für die russische Übersetzung sorgt. Es ist Montag 28. Juli...22.30 Uhr. |
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